29. Oktober 2020

Ahnenforschung Teil 1 – Wie fängt man an?

Wie fängt man am besten mit der Ahnenforschung an?
Ich erzähle euch in diesem Beitrag, wie ich es gemacht habe und von meinen Erfahrungen dabei.
Denn da jeder andere Voraussetzungen und Möglichkeiten hat, gibt es wohl keine pauschale Antwort auf die Frage.

Aller Anfang:

Shutterbug75 / Pixabay

Zunächst habe ich mich bei einer der vielen Ahnenforschungsseiten mit einem kostenlosen Account angemeldet (in meinem Fall war das anchestry).
Dann habe ich erstmal begonnen das einzutragen was ich wusste. Also alles, was ich durch Gespräche mit Verwandten, oder Dokumenten im Familienbesitz schon herausgefunden hatte.

Damit kommt man meistens schon ganz schön weit und der Baum wächst schnell.

Wenn man an einer Stelle nicht weiter kommt, kann man meist in der Breite viel machen. Also wenn man die  Geschwister, Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel und deren Partner und deren Kinder einträgt ist man schon locker bei über 30 Personen.

Manchmal hat sich vielleicht schon mal jemand aus der eigenen Familie mit Ahnenforschung beschäftigt und man kann diese Personen übernehmen. Spätestens jetzt sollte man zu einzelnen Vorfahren dann auch schon existierende Stammbäume bei den Ahnenforschungsseiten finden.

 

Stammbäume übernehmen

Das ist jetzt ein Punkt an dem man aufpassen muss.

Man kann schon existierende Stammbäume ganz leicht, mit einem Klick zu seinem hinzufügen. Dann weiß man aber nicht ob auch nur ein Eintrag darin stimmt.

Die Infos aus anderen Stammbäumen sind sicher gute Hinweise, welche einem die Arbeit enorm erleichtern aber man übernimmt eben auch schnell Fehler.

Also ich habe es natürlich so gemacht, dass ich erstmal alles hinzugefügt habe, was ich so finden konnte und habe dann irgendwann nochmal von vorne angefangen..

Den zweiten Stammbaum hätte ich mir sparen können, wenn ich von Anfang an nur Personen hinzugefügt hätte, welche ich zuvor auch bestätigt habe, oder unbestätigte zumindest markiert hätte.

 

Infos aus erster Hand

Pexels / Pixabay

Mit bestätigen meine ich hier, dass man sich die Quelle anguckt bzw eine Quelle findet die Name und Daten bestätigt.
Das sind neben privaten Informationen von Angehörigen und eigenen Urkunden, an erster Stelle Geburts-, Sterbe und Hochzeitsregister, Informationen aus Kirchenbüchern, Todesanzeigen in Zeitungen und Grabsteine.

Die Arbeit an den Primärquellen bringt mehrere Vorteile mit sich. Erstens kann man kann sicher sein, dass man nicht die falsche Spur verfolgt und man bekommt automatisch auch mehr Informationen. Diese Infos können später Gold Wert sein um tote Enden zu überspringen.
Also zum Beispiel  stehen in einem Eheregistereintrag neben den (richtigen) Namen der Eheleute auch die der Eltern und der Trauzeugen sowie Berufe und Wohnorte und Unterschriften.
Manchmal ist auch ein Sterbedatum der Ehepartner oder Geburtsdatum der Kinder am Rand gestempelt. So wurde bei mir  z.B. auch aus einer Tante „Märy“, der Schwester von Oma, durch ein Blick ins Personenstandsregister ganz schnell eine „Anne Margarete Elisabeth“.

Ich hatte zudem den Vorteil das zumindest ein Teil meiner Familie evangelisch ist und die evangelische Kirche in Deutschland fast sämtliche Kirchenbücher, welche nicht mehr dem Datenschutz unterliegen online (gegen Bezahlung) einsehbar hat.

 

Erstmal mit einer Linie anfangen

So habe ich erstmal die väterliche direkte Linie gründlich nach oben verfolgt und mir zu jeder Person auf dem Weg dahin Notizen im entsprechenden Eintrag in meinem Stammbaum gemacht.

Für die Zeit nach etwa 1874 sind die Gemeinde und Landesarchive die beste Anlaufstelle. Für die Zeit vorher die Kirchlichen Archive. Aber zu den einzelnen Quellen Blogge ich später in einem eigenen Eintrag mehr.

 

Wenn das Hobby zur Sucht wird

Irgendwann werden die Kirchenbücher leider immer schwerer zu lesen und die Informationen spärlicher und man braucht noch mehr Quellen.
Aber spätestens dann, ist man schon voll in der Materie drin und hat einen großen Stammbaum mit vielen Ansatzpunkten zum weiter forschen.
Wenn einen das Ahnenforschung – Fieber erstmal gepackt hat, kann man erstmal nicht mehr lassen. Also zumindest mir ging es so, dass erstmal die ein oder andere Nacht vorm PC verbracht wurde und später der ein oder andere Tag im Archiv.
Aber keine Sorge, Ahnenforschung ist meistens etwas das man Schubweise macht, es legt sich also wieder und flammt irgendwann später wieder auf wenn man zufällig auf neue Informationen oder Angehörige stößt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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